Les Jumeaux
Die Herausforderung
Die «Jumeaux», zwei ehemalige Lagerhäuser, die zwischen 1894 und 1896 im Herzen des Lausanner Stadtteils Flon erbaut wurden, sind bedeutende Zeugen des Schweizer Industrieerbes. Sie wurden mit der innovativen, von François Hennebique patentierten Stahlbetontechnik erbaut und sind im Inventar mit Note 2 klassifiziert: Sie haben also einen regionalen historischen und architektonischen Wert. Nachdem die Jumeaux über ein Jahrhundert lang baulich immer wieder angepasst wurden, waren nun tiefgreifende Veränderungen nötig, um den zeitgenössischen Anforderungen gerecht zu werden, wobei ihre historische Substanz allerdings bewahrt bleiben musste.
Das Projekt verfolgte deshalb zwei Ziele zur gleichen Zeit: die architektonische und historische Identität der Gebäude zu bewahren und ihnen eine neue Funktionalität zu verleihen. Dabei bestand die Herausforderung auch darin, in überwiegend offenen und verglasten Räumen optimalen thermischen und visuellen Komfort herzustellen, ohne die Ästhetik der Räumlichkeiten zu beeinträchtigen.
Die Lösung
Die Architekten entschieden sich für einen Eingriff, der den industriellen Charakter der Gebäude respektiert. Die inneren Baukörper wurden geöffnet, um die Hennebique-Struktur freizulegen, und die Mehrheit der dekorativen Fassadenelemente wurde erhalten oder sogar wiederhergestellt. Die Gasse zwischen den beiden Gebäudeteilen wurde dank der Schaffung eines zweiseitigen Glasdaches in eine überdachte Galerie verwandelt, die die Gebäude verbindet und einen einzigartigen, lichtdurchfluteten Raum bietet. Verglaste Öffnungen wurden an den Südfassaden geschaffen, um das gesamte Bauwerk zum Place du Flon zu öffnen und die ursprüngliche Ausrichtung der Gebäude grundlegend zu verändern.
Für das Glasdach und die grossen Öffnungen fiel die Wahl auf das elektrochrome Glas von SageGlass als innovative Lösung, die einen entscheidenden Unterschied machen sollte. Dank diesem intelligenten Glas, das sich je nach den draussen herrschenden Lichtverhältnissen automatisch abdunkelt und aufhellt, konnten die Vorgaben hinsichtlich Komfort und Energieeffizienz erfüllt werden. SageGlass erlaubt ein dynamisches Licht- und Wärmemanagement, das Blendung und Überhitzung reduziert, ohne dass Jalousien benötigt werden. Diese Technologie fügt sich perfekt in die Architektur ein, bewahrt die Transparenz und die klare Linienführung und trägt in Synergie mit der Innendämmung und den auf dem Dach installierten Photovoltaikpaneelen gleichzeitig zur Gesamtenergieeffizienz des Projekts bei.
Die Vorteile
Der Einsatz von SageGlass im Dach und den grossen Fassadenöffnungen brachte erhebliche Vorteile. Die Nutzenden des Gebäudes profitieren von einem optimalen visuellen und thermischen Komfort, unabhängig von den äusseren Bedingungen, was ein angenehmes Erlebnis in den Gemeinschafts- und Arbeitsbereichen fördert. In puncto Ästhetik konnte dank SageGlass die Offenheit und Helligkeit der Räume kompromisslos bewahrt werden, da keine Sichtschutzelemente nötig waren, die das architektonische Gesamtkonzept gestört hätten. Schliesslich trägt diese innovative Lösung dazu bei, dass alle Umwelt- und Energieziele des Projekts erfüllt werden, und bietet eine moderne und nachhaltige Antwort auf die Herausforderungen der Sanierung historischer Gebäude.