< Zurück

Ein Blick hinter die Kulissen: die Entwicklung von SageGlass Harmony™

21. Februar 2019

Innovation ist bei SageGlass tief verankert und gehört zu unseren Grundwerten. Deshalb sind wir bestrebt, fortwährend neue Lösungen zu erarbeiten, die den Komfort für Gebäudenutzer in vielerlei Hinsicht verbessern. Diese Leidenschaft führte auch zur Entwicklung von SageGlass Harmony™, dem bisher weltweit elegantesten dynamischen Glas. Das Produkt verfügt über hervorragende Eigenschaften in Bezug auf den Tageslichteintrag sowie den Wärme- und Blendschutz, ohne den Blick nach draussen zu behindern.

Im Folgenden stellen uns zwei wichtige Mitglieder des Forschungs- und Entwicklungsteams, Cody VanDerVeen und Yigang Wang (F&E), die innovativen Eigenschaften von Harmony vor. Darüber hinaus erläutern sie, wie Gebäudenutzer dank dieses Produkts den Blendschutz präzise steuern und dennoch eine ungehinderte Aussicht geniessen können.

F: Bitte erklärt uns den Entwicklungsprozess für Harmony etwas genauer?

F&E: Harmony ist unser neustes Produkt in unserem Portfolio. Das 2015 eingeführte  SageGlass LightZone® ermöglicht zwar ebenfalls eine präzise Steuerung des Wärme- und Blendschutzes bei maximalem Tageslichteintrag, jedoch bestehen zwischen den einzelnen Tönungszonen klare Trennlinien. Aufgrund dieses optischen Merkmals ist es nicht für alle Arten von Objekten die ideale Wahl. Darum haben wir Harmony entwickelt. Dieses Produkt bietet dieselben funktionalen Eigenschaften wie LightZone, überzeugt aber noch durch natürliche, stufenlose Tönungsübergänge. Um unserem Team das Konzept vorzustellen, entwickelten wir zunächst einen Prototyp, der im Vergleich zu LightZone punkten konnte.

Der erste Prototyp wurde in unserem Werk installiert. Wir haben das Konzept stetig weiterentwickelt und verbessert. Auch haben wir im Verlauf der Entwicklung unsere Prototypen anderen Kollegen aus der F&E-Gruppe sowie aus dem Marketing und dem Vertrieb präsentiert. Alle waren sofort begeistert.

Bei der Entwicklung hatten wir bereits ein Gebäude, das Millennium Center, in Crissier in der Schweiz, im Hinterkopf, das unserer Ansicht nach die idealen Voraussetzungen für die Installation dieses neuen Produkts bot.

F:  Mit welchen Herausforderungen wart ihr während der Entwicklung von Harmony konfrontiert?

F&E: Besonders der enge Zeitplan war für uns eine grosse Herausforderung. Auch in technischer Hinsicht galt es Hürden zu überwinden. So war das Team des Millennium Centers anfangs sehr zufrieden mit einem unserer Konzepte. Nach einiger Zeit aber stellte sich heraus, dass einige Eigenschaften des Prototyps den Anforderungen nicht mehr gerecht wurden und wir mussten nach neuen Lösungen suchen.

F: Was macht Harmony eurer Ansicht nach so einzigartig?

F&E: Dank des stufenlosen Tönungsverlaufs wird der Blick durch das Harmony Glas nach draussen nicht durch harte Linien unterbrochen, sodass eine natürlichere Verbindung zur Aussenwelt möglich ist.

F: Wie war die Zusammenarbeit innerhalb des F&E-Teams bei der Entwicklung von Harmony?

F&E: Die Techniker arbeiteten eng mit dem Marketingteam zusammen, um die Richtung für die Produktentwicklung festzulegen. So wurde zugleich sichergestellt, dass Kundenrückmeldungen in jeden Schritt des Entwicklungsprozesses einflossen. In späteren Phasen sprachen wir uns mit Ingenieuren aus der Produktion ab, um den Übergang zur Produktionsreife zu vollziehen und eine möglichst hohe Rendite zu gewährleisten. Darüber hinaus hatten wir die einzigartige Gelegenheit, sehr eng mit dem europäischen Team für das Millennium Center und dem Endkunden selbst zusammenzuarbeiten, der am gesamten Prozess umfassend beteiligt war. Diese Zusammenarbeit half uns enorm, das Produkt zu entwerfen, die Produktanforderungen festzulegen und anzupassen und das Steuerungssystem des Produkts zu optimieren. Wir sind davon überzeugt, dass die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Funktionen innerhalb des Unternehmens eine entscheidende Rolle gespielt hat. Die so gewonnenen unterschiedlichen Sichtweisen trugen dazu bei, ein auf die Bedürfnisse des Kunden optimal abgestimmtes Produkt zu entwickeln.

F: Kamen während des Prozesses besondere Technologien zum Einsatz?

F&E: Wir haben unsere Simulationstools verwendet, um das Konzept schneller anpassen zu können. Die Entwicklung des experimentellen Prototyps dauerte zu lange, und vor uns lagen fünf weitere Varianten, die innerhalb eines sehr engen Zeitrahmens entwickelt werden mussten. Zudem ist es schwierig, mehrere Prototypen zu bauen. Durch die Erstellung und Analyse von Simulationsmodellen waren wir in der Lage, vorherzusagen, wie sich das Produkt bei bestimmten Konzepten verhalten würde. Diese Vorgehensweise war besonders während der ersten Phasen des Projekts extrem hilfreich.

Zudem bewies unser Team mit der Entwicklung von Harmony einmal mehr, dass wir kontinuierlich bestrebt sind, den hohen Ansprüchen unserer Kunden gerecht zu werden. Zugleich zeigte Harmony einmal mehr unser profundes Know-how in der Entwicklung von dynamischen Glasprodukten, die das Erlebnis der Gebäudenutzer verbessern. Wir freuen uns bereits auf die erstmalige Installation von Harmony im Millennium Center.

Möchten Sie mehr über SageGlass Harmony erfahren? Besuchen Sie unsere Produktseite.

Languages